Sprungbrett für die Zukunft

„Talentpool“ will Schülern eigene Potenziale aufzeigen – Unternehmen informieren über Angebot

News vom 16.06.2014

„Ich weiß noch gar nicht so genau, was ich später mal machen will“, erzählt Johanna Börger. Deshalb wolle sie im „Talentpool“ in möglichst viele verschiedene Berufszweige reinschnuppern, verrät sie. Mit dieser Erwartung ist die 18-jährige Hagener Waldschülerin nicht allein. Auch ihre Mitschüler Marvin Meyer und Rieke Gohde wollen sich den Workshop nicht entgehen lassen. In diesem bekommen die Jugendlichen die Möglichkeit, ihre eigenen Stärken und Schwäche  auszuloten und regionale Ausbildungsbetriebe kennenzulernen. Dabei sprechen die Schüler nicht mit den Chefs, sondern mit aktuellen Auszubildenden der Betriebe. „Das senkt die Hemmschwelle und die Schüler begegnen ihrem Gegenüber auf Augenhöhe“, erklärt Jochen Kiel, der den Workshop in Kooperation mit den regionalen Agenturen für Arbeit und dem „Netzwerk Schule, Wirtschaft und Wissenschaft organisiert.

Die Schüler profitieren von diesem Konzept und erhalten ungewohnte Einblicke in die Arbeitswelt. „Deshalb opfere ich auch gerne ein paar Ferientage dafür“, sagt Marvin Meyer. Der 17-Jährige interessiert sich für eine Karriere als Bankkaufmann und ist deshalb besonders an den Gesprächen mit den regionalen Banken interessiert. Vorherige Praktika nutzte der Schüler vor allem zum Ausschluss bestimmter Berufe. „Ich habe zum Beispiel im Hort gearbeitet, aber schnell gemerkt, dass Kinder nicht so mein Ding sind“, fügt er hinzu und lacht. Ein fester Berufswunsch sei aber bisher nicht entstanden. „Ich hoffe, nach dem Kurs mehr zu wissen“, so Meyer.

Seine Mitschülerin Rieke Gohde schätzt, neben den Einblicken in verschiedene Unternehmen auch das Persönlichkeitsprofil, dass die Schüler gemeinsam mit Jochen Kiel im Rahmen des Workshops erarbeiten. „Das Ergebnis hat bei mir ziemlich gut gepasst“, findet die 17-Jährige. Die Elftklässlerin hofft, am Ende des Seminars konkrete Vorstellungen von ihrem „Traumberuf“

zu haben. „Vielleicht etwas in die Richtung Wirtschaftsingenieur“, verrät die Schülerin.

Auch wenn die Schüler aus den Gesprächen mit den verschiedenen Betrieben manchmal keinen konkreten Ausbildungsplatz fänden, helfe der Workshop ihnen weiter, meint Jochen Kiel. „Alle Teilnehmer bekommen nach ihren Gesprächen ein Feedback der Betriebe und gehen dadurch gestärkt und lockerer in künftige Bewerbungsgespräche“, so der Unternehmensberater. Insgesamt bietet Kiel in diesem Jahr fünf „Talentpool“-Workshops an. Weitere Termine folgen ab  August.

„Ich hoffe, nach dem Kurs mehr zu wissen.“ Marvin Meyer, Workshopteilnehmer

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