
Mehr Menschen als ursprünglich angemeldet kamen zum jüngsten Stammtisch des Netzwerkes Schule, Wirtschaft und Wissenschaft für die Region Unterweser (NSWW). Geschäftsführer Horst Lüdtke sah darin ein „klares Zeichen“ dafür, wie gut der Netzwerk-Charakter bereits funktioniere und wie attraktiv die Programmpunkte dieser regelmäßigen Veranstaltungsreihe jedes Mal seien.
Beides – funktionierendes Netzwerk und attraktive Programmpunkte – war bei dem jüngsten Termin im Gebäude von Polzin Immobilien Am Kohlenkai in Bremerhaven wie gewohnt. Gastgeber Stefan Polzin hieß die 55 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Veranstaltung willkommen. Zuvor hatte NSWW-Vorstandsmitglied Lars Müller den Stammtisch offiziell eröffnet. Auch der im Herbst neu gewählte NSWW-Vorsitzende Ralf Biallas begrüßte die Anwesenden.
Zukunftsfähiges und kreatives Haus
Nach Polzin hatte Jan Rathjen das Wort. Der Leiter der Vermarktung der „Nordsee Zeitung“ stellte die bundesweite Fachkräfte-Kampagne „Hier ankern“ seines Hauses vor. Die will dabei helfen, dass Fachpersonal für diverse Branchen aus anderen Teilen Deutschlands nach Bremerhaven und in das Cuxland „gelockt“ wird. Mit Hilfe der Wirtschaftsförderungen aus Stadt und Landkreis sollen nicht nur die Vorzüge dieser beiden Wirtschaftsstandorte vermittelt, sondern auch die Pluspunkte eines Lebens und Wohnens zwischen Elbe und Weser herausgestellt werden. Bei der Kampagne kommen sowohl digitale als auch klassische Werbekanäle zum Einsatz.
Im Anschluss an Rathjen stellten Innovationsmanagerin Dr. Barbara Schieferstein von der Bremerhavener Wirtschaftsförderungsgesellschaft BIS und Dr. Jonas Hummel das Projekt „WERK“ vor. Sein Konzept: Ein fünfstöckiger Altbau in der Bürgermeister-Smidt-Straße wird wiederbelebt; dieser Leerstand wird in ein „zukunftsfähiges Haus des kreativen Schaffens und Wohnens“ verwandelt. Hier finden bereits unter anderem Innovationslabore, kreative Werkstätten, Workshops, Repair-Cafés und Barcamps sowie Kultur- und Partyveranstaltungen statt. Alle Bürgerinnen und Bürger dürfen sich gerne mit eigenen Gestaltungsideen einbringen.
Potenzial der Generation 60plus
Kurz vor dem Ende des offiziellen Teils des Stammtisches berichtete der Coach Matthias Frischer aus seiner Tätigkeit. Er unterstützt Menschen im Übergang vom Berufsleben in den Ruhestand, hat als Bildungsreferent bereits rund 500 Menschen bei diesem Prozess begleitet. Frischer erläuterte während des Stammtisches: „Erfahrungen, Kompetenzen und das Potenzial der Generation 60plus sollen weiterhin in die Gesellschaft mit einfließen.“ Das könne ihm zufolge zum Beispiel durch das Vernetzen mit Wohlfahrtsverbänden, Freiwilligen-Agenturen und Unternehmen geschehen.
Nach den Wortbeiträgen und Referaten gingen die Stammtisch-Gäste noch längst nicht nach Hause. In Einzelgesprächen oder kleineren Gruppen tauschten sie sich aus und lernten sich noch besser kennen – ganz im Sinne des Netzwerk-Gedankens.
Der Termin für den nächsten Stammtisch steht bereits fest: Es handelt sich um den 24. September.
Text: Thomas Klaus, Fotos: Andre Kleinhanns




