Das Unternehmensplanspiel Management Information Game (MIG) machte Station in Schwanewede. Bei der Vertriebs- und Logistikeinheit des Discounters Lidl begaben sich Schülerinnen und Schüler der Waldschule Hagen-Beverstedt für eine Woche in die Rolle von Managerinnen und Managern dreier konkurrierender Unternehmen. Die sollten zum Abschluss dieses Spiels beim sogenannten Präsentationsabend mit ihrer jeweiligen Geschäftsidee fiktive Einkäuferinnen und Einkäufer von Elektronikmärkten für sich einnehmen. Vorher erhielten die jungen Menschen bei dem einwöchigen Unterricht der besonderen Art Einblicke in die betriebliche Praxis und betriebswirtschaftliche Aktivitäten des Gastgebers Lidl.
Publikum war zugleich die Jury
Das MIG wird regelmäßig vom Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW) ausgerichtet. Dabei arbeitet das BNW eng mit dem Netzwerk Schule, Wirtschaft und Wissenschaft für die Region Unterweser (NSWW) zusammen. Lidl ist NSWW-Mitglied.
Das jüngste Planspiel unter der Leitung von Thomas Kühn vom BNW
wurde ebenfalls von der Steuerberater- und Rechtsanwälte-Partnerschaft Cardo und der Weser-Elbe-Sparkasse unterstützt. Kühn erläuterte eingangs die MIG-Ziele. Unter anderem sollten wichtige Kompetenzen wie Entscheidungsbereitschaft, Kritikfähigkeit, Genauigkeit und Kreativität geschult werden. Außerdem wolle das MIG das Netzwerken im Hinblick auf Praktika und Ausbildung erleichtern, so Kühn.
Beim Präsentationsabend bildete das Publikum, das vor allem aus Lehrkräften und Eltern bestand, die Jury. Sie musste die beste der drei Schülergruppen wählen. Zuvor stellten die Schülerteams rund 20 Minuten lang ihre Konzepte vor und beantworteten anschließend Fragen aus dem Publikum.
Eine „Firma“ präsentierte eine technische Lösung, die alle Produkte aus dem Kühlschrank und deren Haltbarkeit im Blick behält. Die zweite „Firma“ setzte auf ein Gerät für die Waschmaschine, das die Dosierung von Waschmitteln erleichtert. Und die dritte „Firma“ wollte mit einem System zur intelligenteren Mülltrennung im privaten Haushalt punkten. Die Jury votierte am Ende mehrheitlich für die technische Lösung in Sachen „Produkte aus dem Kühlschrank“. Dabei gaben neben der Produktidee auch die Art der Präsentation den Ausschlag.
Text und Fotos: Thomas Klaus


