Mit „Stark in die Zukunft“ der coo netzwerke förderte die Johann-Gutenberg-Schule im Herbst 2021 die mentalen Gesundheit der Schüler und Schülerinnen des neunten Jahrgangs. Selbstmanagement und Stressmanagement standen auf dem Programm. Unser Netzwerkmitglied, die Johann-Gutenberg-Schule, hat damit ein Projekt gefunden, das sich zur Nachahmung eignet.

Die BKK firmus schlug das Projekt gemeinsam mit coo netzwerke vor. Nachdem Lehrerin Waltraud Beutel-Lütjen als Funktionsstelleninhaberin für Ernährung, Gesundheit und Ökologie sich mit dem Projekt vertraut gemacht hatte, beschloss sie: „Das probiere ich einfach mal aus!“ Mit dem Ergebnis des Versuchs ist sie sehr zufrieden.

Ausgelagertes Stressmanagement

Für gewöhnlich unterrichtet Waltraud Beutel-Lütjen das Thema Stressmangement über vier Wochen im Wahlpflichtbereich „Glücklich!“. Im Jahr 2021 hat sie das Modul an die Trainerinnen und Trainer der coo netzwerke abgegeben, die vom 23. November bis zum 14 Dezember jeweils donnerstags für zwei Schulstunden alle fünf Klassenzügen des neunten Jahrgangs besuchte. „Die jungen Trainer und Trainerinnen haben die Sprache der Jugendlichen gefunden“, berichtet Waltraud Beutel-Lütjen. Die interaktiven Trainingseinheiten waren fruchtbar und das Feedback war durchweg positiv.

Wo ist meine Zeit schon wieder hin?

Das ist die vertraute Frage von Menschen, die nicht gelernt haben, sich zu strukturieren und zu organisieren. Bei der cco netzwerke ist die Antwort: „Es ist nicht wenig Zeit, die wir haben, sondern zu viel Zeit, die wir nicht nutzen.“ Unter dem Motto „Planung ist alles“ erfahren die Jugendlichen, wie man seine Termine im Blick behält und im Vorfeld erkennt, wo es eng wird und was man gegebenenfalls umplanen muss, um alles unter einen Hut zu kriegen. Auf die Art lassen sich mögliche Stressauslöser erkennen und vermeiden.
Als Hausaufgabe haben die Jugendlichen eine Woche mit ihrem neuen Wissen geplant und konnten ihre Erfahrungen damit anschließend im Training besprechen. Selbstreflexion, das Erkennen von Schwierigkeiten, Lösungsmöglichkeiten – all das trägt zu einer selbstbestimmten Entwicklung und einer stabilen Persönlichkeit bei.

Dieses Jahr gerne wieder!

Auch in diesem Jahr soll das Projekt wieder stattfinden. „Die Schüler und Schülerinnen sind aufmerksamer, wenn der Unterricht aus dem Alltag herausragt“, berichtet Waltraud Beutel-Lütjen. Durch die Trainer und Trainerinnen, die von außen kommen, ist der besondere Aufhänger geschaffen. Die Jugendlichen lassen sich darauf ein und nehmen auch mehr Fachwissen auf. (Randnotiz: Das macht auch den Referentenpool so wertvoll!)
Ein weiterer Vorteil der externen Fachleute von cco netzwerke liegt darin, dass die Lehrerinnen und Lehrer einen Blick auf die Methoden werfen und so ihre eigene Bandbreite erweitern können.

Und wie sieht die nahe Zukunft aus?

Das Projekt liegt jetzt mehrere Monate zurück, ist aber noch im Bewusstsein der Schüler und Schülerinnen. Auf die Frage „Hast du daran gedacht?“, erhält Waltraud Beutel-Lütjen schon mal die Antwort: „Jaja, das haben wir ja gelernt.“ Einige Jugendliche haben neu gelernt, sich zu strukturieren, andere konnten es bereits und haben ihr Wissen aufgefrischt und mit in den Unterricht gebracht. Auch aus den Praxiskursen, in denen das Handwerkliche im Vordergrund steht, erhält Beutel-Lütjen positive Rückmeldungen: Die Inhalte des Projekts „Stark in die Zukunft“ sind in das Bewusstsein der Jugendlichen gegangen.

Die cco netzwerke (www.cco-netzwerke.de) bieten nicht nur für Schulen Unterstützung an, sondern veranstalten ebenso Projekte zur Organisations- und Persönlichkeitsentwicklung für Firmen, Versicherungen und viele andere mehr.

Text: Janina Berger, Foto: pixabay/Gerd Altmann

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